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Philippinen Reisen - Reisebericht - Rundfahrt mit dem Auto von Cagayan de Oro - Butuan - Davao - Malaybalay - Cagayan de Oro

Das Auto für unsere Rundfahrt, einen Toyota Estima, Bj. 1993,  von Rechts- auf Linkssteuerung umgebaut, hatte ich am vorheringen Abend überprüft: Den Tank vollgemacht, den Reifendruck überprüft, Ölstände für Getriebe und Servolenkung nachgesehen, Wasser im Kühsystem und für die Waschanlage aufgefüllt. Im Auto sind nur die Vordersitze und die erste Reihe Rückbänke im Auto, somit ist genügend Platz für unseren Deutschen Schäferhund Rex im Auto.

Tag 1: Nach ausgiebigem Frühstück wird unser Gepäck ins Auto geladen. Danach hintere Türklappe auf und Rex sein Trockenfutter, Wasserkanister und seine Fress- und Trinknäpfe eingelanden, seine Lieblingsdecke kommt auch mit dazu und dann, dann soll Rex reinspringen. Er ist ja noch nicht ausgewachsen und das kann er noch nicht. Er steht erwartungsvoll mit beiden Vorderpfoten auf der Stossstange. Frauchen erbarmt sich und hilft im am Po ins Auto. Auf gehts. Wir wollen heute keine weite Strecke zurücklegen, nur etwa 80 Kilometer bis zu einem kleinen Beach Resort zwischen Balingoan und Talisayan.

Nach der Ausfahrt aus unserer Subdivision fahren wir die National Highway nach rechts durch die Vorstädte von Cagayan de Oro City. Übrigens ist diese Strasse von den Koreanern von Iligan bis Surigio Stadt gebaut worden und in einem guten (meistenteils) Zustand. Die Strasse führt mal mehr oder weniger nah an der Küste entlang. Im Stadtteil Puerto gibt es nochmal einen grösseren Verkehrsstau. Hier ist ein Marktplatz und hier halten auch noch mal die Busse damit die fliegenden Händler ihre zu 4 Stück gebündelten Ananas anbieten und verkaufen können. Hier führt eine Highway in Serpentinen auf die Hochebenene von Bukidnon über Malaybaly bis nach Davao, General Santos oder Cotabato. Hier werden wir am Ende unserer Rundfahrt wieder herunterkommen. Es ist ein Gewimmel von Bussen, Autos, Motorelas (Motorrad mit Kabinenanhänger für Passagiere, das Motorrad kann ausgehängt werden) 
  und Pedicabs (Fahrräder mit Beiwagen).
 

Rex will aber nicht alleine hinten bleiben und versucht sich durch die hintere Sitzreihe zu kämpfen um zu uns nach vorne zu gelangen. Frauchen kriecht nach hinten um ihn zu streicheln. Oh je, deswegen, dem armen Hund ist schlecht geworden und hat erbrochen. An der nächsten Brücke über einen Bach halten wir an und machen sauber. Das war das einzige Mal wo er erbrochen hat, danach bis heute nie wieder.

Wir fahren durch den Ort Bogo, hier hat die Del Monte ihre Ananas Konservenfabrik und die Luft riecht nach Ananas. Dann weiter zu dem Ort Tagoloan. Hier, auf dem Gelände der PHIVIDEC ( Philippine Veterans Development Corp. ) entsteht ein neuer Container Hafen für Nord Mindanao. Es gibt hier einige grosse Industrieanlagen. 

Nach dem Ort Tagoloan macht die Strasse einen scharfen Knick nach rechts und wir kommen auf eine sehr lange, aber alte zweispurige Brücke über den Tagoloan Fluss, der hier sehr verzweigt ist. Diese Brücke hat schon einige Disaster erlebt. Ein Unglück war der teilweise Einsturz durch Auswaschungen durch heftige Regenfälle in den Bergen auf der Villanueva Seite der Brücke. Hier war für lange Zeit der Verkehr in Nord Mindanao unterbrochen. Hier wird zur Zeit, seit vielen Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, an einer zweispurigen parallel Brücke gebaut, die im Jahre 2007 nun endlich fertigestellt werden soll.


Tagoloan Brücke, ganz rechts kann man die neue Brücke sehen.

Wir kommen in den Ort Villanueva. Hier gibt es einen kleinen Markt direkt an dem Abzweiger nach Claveria und ist eine Abkürzung nach Gingoog City, aber nach dem man Claveria passiert hat über unbefestigte Strasse. (Beschreibung diesen Weges hier). Villanueva ist ein kleiner aber lebhafter Ort. Leider gibt es das kleine Restaurant, welches wir von früher her kannten nicht mehr. Es gibt hier einige kleine Pensionen und Gästehäuser in der Nähe des Wassers. Das kommt durch die Schiffe, die in den Industrieanlagen anlegen und die Seemänner zu einem kurzen Verweilen einladen. 


Abzweigung nach Claveria


auf der Strasse nach Jasaan

Weiter geht es auf dem Highway in Richtung Jasaan (sprich Ha-sa-an). Einige Kilometer vor Jasaan, bevor man hinunter zu einer Brücke in einer Linkskurve fährt, kann man nach links auf die alte Trassenführung der Strasse abbiegen. Man kommt über eine einspurig befahrbare Brücke über einen kleinen Fluss. Die Strasse führt weiter am Werkstor von Filipinas Kao vorbei. Filipinas Kao hat hier seine Werksanlagen um die Essenzen für ihre Produkte zu machen und nach Japan zu verschiffen. Die Pflanzungen für die Essenzen befinden sich auf dem Gelände der PHIVIDEC in Tagoloan. Wenn der Wind ungünstig steht kann es schon mal arg riechen. Wir kommen an einer Schule vorbei wo Kinder spielen, lachen und lärmen. Wir kommen auch an dem Haus vorbei wo unser australischer Freund Kim mit seiner Frau wohnte. (Geschichte hier im Interlawoffice Forum) und nach einer Weile stösst diese Strasse wieder auf den neuen Higway. Genau hier hatte unser belgischer Freund Arthur sein gemietetes Haus. Wir haben hier viele lustige Tage und Nächte verbracht Nach all den Jahren nach seiner Abreise, steht es immer noch zum Verkauf. (Geschichte hier im Interlawoffice Forum) 

In Jasaan, im Ortsteil San Isidro lohnt sich ein Abstecher zu den Sagpulon Falls.
 

Der Weg vom Highway dorthin ist schlecht und mühsam, aber abenteurlich. Es geht durch kokospalmenplantagen bis zu einer Fussgängerhängebrück. Hier ist der Weg für Autos zu Ende. Den restlichen kurzen Weg muss man über eben diese Brücke zu Fuss zurücklegen. Dafür wird man von einem eindrucksvollen Wasserfall und mit vielen Quellen die aus dem Fels stürzen belohnt. Es gibt Hütten die man mieten kann. An Wochenenden kann es hier voll werden.

      
Die grossen Fotos gibt es in den Ortsbeschreibungen unter Jasaan

da ich noch selber kein Video von diesem Platz habe hier ein Link aus YouTube, der einen guten Eindruck vermittelt.
http://www.youtube.com/watch?v=jhu3sOvN97A

In Jasaan führt hinter der Kirche eine weitere sehr schlechte Strasse in die Berge, die bis nach Claveria führt.

Weiter führt die Strasse jetzt immer dicht an der Küste entlang mit schönen Ausblicken auf das Meer. Einige Kilometer hinter Jasaan gibt es ein kleines überdachtes, open-air Restaurant direkt am Meer. Hier wollen wir zu Mittag essen. Es gibt Parkmöglichkeiten, leider muss Rex im Auto bleiben. Das Auto steht im Schatten und die Fenster sind teilweise offen. Die Küste fällt hier steil ab direkt von der Strasse, so ist unterhalb des Restaurants noch Platz für Räume zum Übernachten. Es ist leider nur ein Kiesstrand aber das Wasser ist klar und sauber. Ich sehe einige Taucherausrüstungen. Ich werde mich mal beim nächsten Besuch schlauer machen. Die Bedienung konnte nicht viel Auskunft geben. 


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