PHILIPPINEN REISEN

IFUGAO

Die PROVINZ IFUGAO auf der Insel LUZON

 

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Die Provinz Ifugao liegt im Inneren der philippinischen Hauptinsel Luzon in der Cordillera Administrative Region. Elf Gemeinden bilden diese gebirgige Provinz. Die Berge hier sind rau und durchzogen von Flußtälern und bedeckt mit dichter Bewaldung. Die Gemeinde Lagawe dient als Provinzhauptstadt. Im Westen liegt die Provinz Benguet und die Mountain Province im Norden, Isabela im osten und Nueva Vizcaja im Süden.

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Früher einmal war Ifugao ein Teil der Mountain Province. Eine Unabhängige Provinz wurde Ifugao am 18. Juni 1966. Ihren Namen erhielt die Provinz Ifugao von dem Wort "i-pugo". Das heisst Hügel und der Anhang bedeutet von. Die Spanier änderten Ipugo ab in Ipugaw und zum Schluß machten die Amerikaner Ifugao daraus.

 

 

Ifugao nennt sich auch der größte Teil der Bevölkerung in der Provinz, sie machen fast 70 Prozent aus. Andere ethnische Gruppen in der Provinz Ifugao sind die Ilocanos, die Ikalahan, die Ayungon und Kankana-ey.

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Für die Ifugao zählt nur ein Gesetz und das ist das Gesetz ihrer Bräuche, welches ihnen durch Ahnenwissen übertragen wurde. Eine der Basisprinzipien ist es, "Wir können nur das tun, was unsere Ahnen uns übermittelt haben." Sie haben einige Bräuche und Rituale, die dem westlichen Beobachter sehr fremd vorkommen. So werden in einigen Gebieten die Toten nicht beerdigt. Stattdessen werden sie in ein Tuch gehüllt und in Bäumen aufgehängt. Hier tropfen dann die Leichname während der Verwesung. Wenn dann nur noch das Skelett geblieben ist, wird dieses in eine Todesdecke gewickelt und unter dem Dachvorsprung der Hütte aufbewahrt.

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Die Kultur der Ifugao dreht sich um Reis. Reis wird als Prestige-Getreide angesehen. Es gibt aufwendige und komplexe Abfolgen der kulturellen Feste, die mit Tabus und landwirtschaftlichen Riten des Anbaus und des Reisverzehrs belegt sind. Die Erntezeit verlangt extravagante Danksagungsfeiern. Dazu gehören die Ernteriten des "tungo" oder "tungul", das ist der Tag der Ruhe, an diesem ist es streng verboten irgendeine landwirtschaftliche Tätigkeit auszuüben. Zu den Feiern gehören das "bayah" (das Reisbier), Reiskuchen und Betelnuss als unauslöschliche Praktiken während der Festlichkeiten und Ausführung der Riten.

Die Reisenden in der Provinz Ifugao zieht es zu den berühmten Reisterassen. Diese Terrassen sind 2000 Jahre alt und wurden in die Berge gegraben ohne die Hilfe von Maschinen. Hier wird der Reis der Ifugao angebaut. In 1995 erklärte die UNESCO die Reisterrassen der Ifugao zum Weltkulturerbe.

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