PHILIPPINEN REISEN

CATANDUANES

Die INSEL und PROVINZ CATANDUANES

 

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Die Provinz Catanduanes ist eine Inselprovinz in der Bicol Region in Zentralluzon. Catanduanes liegt östlich von Camarines Sur, jenseits vom Maqueda Channel. Die Provinzhauptstadt ist Virac.

Es wird angenommen, dass noch bevor die Spanier kamen, Seefahrer aus Borneo über die Insel Panay, die in der Gegend von Albay im 13. und 14. Jahrhundert siedelten, nach Catanduanes gekommen sind.

Anfang des Jahres 1573, setzte eine Gruppe spanischer Eroberer angeführt von Juan de Salcedo Fuss auf die Insel Catanduanes auf der Verfolgung von Piraten. Dies verursachte einen kräftigen Zustrom von Missionaren in die Stammesgemeinschaften und in die Bekehrung nicht nur mit dem Schwert sondern auch durch das Kreuz.

Am 23. April 1576 erlitt die Galeone "Espiritu Santo" auf dem Weg von Acapulco in Mexico nach Manila Schiffbruch an der Küste von Batalay, Bato durch eine Wetterstörung ausserhalb der Saison. Unter den Überleben war der Pfarrer Diego de Herrera, einige Augustinermissionare und einige Mitglieder der Schiffsmannschaft. Mit dieser Gruppe begann der erste Versuch der Bekehrung, der später zu einem Hauptkonflikt mit den Eingeborenen und deren gewaltätigem Tod führte, sagen einige Legenden. Das erste Kreuz auf der Insel Catanduanes soll über dem Grab von Fr. Herrera errichtet worden sein. Das Kreuz findet man in barangay Batalay in der Ortschaft Bato.

Der Name Catanduanes ist auf eine Legende zurückzuführen, welche mündlich über die Generationen überliefert wurde. Danach kommt der Name von dem Wort 'tandu', einem einheimischen Schnellkäfer oder von dem Wort 'samdong', einer Baumart. Beides gab es zu diesem Zeitpunkt reichlich auf der Insel, also 'katanduan' oder 'kasamdongan'. Die Wörter wurden dann für die spanische Sprache zu 'Catanduanes' vereinfacht.

catanduanes-provinz-strand.jpgFoto: simplybelle


Die Provinz und Insel Catanduanes ist etwas für Naturliebhaber. Die gesamte Insel Cantanduanes ist so gut wie unberührt und unentdeckt. Catanduanes besitzt lange palmenbestandene Strände mit Urwald bewachsenen Bergen im Hintergrund und juwelenhaften kleinen Inselchen.

Die Insel und Provinz Catanduanes bietet einen total lockeren, ländlichen Charm, eine wunderschöne natürliche Umwelt und viele bequeme Aktionen in einem immer entspannten Tempo. Wenn auch so, so ist es doch einfach mit dem Rest der Welt in Verbindung zu bleiben, denn der Komfort von Kommunikation ist verfügbar.


 

 

Für den Reisenden mit Bedürfnissen von Freizeitaktivitäten im Freien, einer einfachen Lebensweise unter den freundlichen Menschen und einer allgemeinen Abneigung gegen ein hektisches Stadtleben, ist Catanduanes der perfekte Zufluchtsort.

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Es soll auf der Insel Catanduanes acht majestätische Wasserfälle, vier Surfinggebiete, zwei Schiffswracks und zwei Höhlen zu entdecken geben. Nicht zu vergessen die kilometerlangen Strände und ungezählten Tauchstellen. Zehn der elf Orte auf der Insel Catanduanes befinden sich an der Küste und alle haben atemberaubende Strände.

Hier einige Dinge die man auf Catanduanes unternehmen kann.

Zum Beispiel tauchen in Panganiban. Man kann die Tauchstelle als Weltklasse bezeichnen mit seinem reichen Meeresleben, Gruppen von Korallenriffen sind der Beweis. Im kristallklaren Wasser trifft man schnell auf Stachelrochen, Clownfische und Gotteslachse die hier geläufige Kreaturen der Unterwasserlandschaft sind.

Gläubige Reisende haben die Möglichkeit den religiösen Teil von Catanduanes zu entdecken und können zum Beispiel die Gemeinde San Andres mit der Batong Paloay Kirche besuchen. Hier steht ein Abbild der Mutter Maria von dem gesagt wird, dass es in seiner Grösse jährlich wächst und wundertätig ist. Eine weitere Möglichkeit ist es auf den Turm von Sto. Nino zu steigen. Als Belohnung gibt es einen enormen Ausblick auf die Insel Catanduanes.

Weiteren körperliche Aktivitäten kann man sich am Twin Rock Resort hingeben und über eine abenteuerliche Hängebrücke gehen oder doch lieber nur Schwimmen im hier ruhigen Wasser.

Der Berg Cagmasoso ist der höchste Punkt der Insel und Provinz. Populär bei Naturliebhabern und Bergsteigern mit seiner spektakulären Aussicht vom Gipfel. Umgeben von dichtem Wald mit Wasserfällen, sieht man die Gestade des Maqueda Chanel im südlichen Teil. Die stark bewaldeten Gebiete sind als Wasserscheiden ausgewiesen und geschützt vor illegalem Holzeinschlag. Der grösste Teil der Gemeinde San Andres ist unbewohnt.

Die Soboc Cove ist eine entzückende Bucht und gehört zu dem Ort Viga im Nordosten der Provinz, mit weissen Stränden. Die Soboc Cove ist unberührt und wird von den Einheimischen eifersüchtig bewacht.

Die Luyang Höhle unter der Strasse von San Andres nach Virac hat eine interessante Episode in der Geschichte des Ortes. Die historische Höhle diente den Einheimischen als Versteck während der Moro Überfälle in den frühen Jahren des 18. Jahrhunderts. Damals soll der Ort Calolbon, heute San Andres eine grosse Kirchenglocke in ihrem Glockenturm gehabt haben, die man, wenn sie geläutet wurde noch in Tabaco, in Albay auf dem Festland hören konnte. Zu dieser Zeit existierte bereits ein Dorf, heute Lictin, deren Einwohner "Binanwahan" genannt wurden. Während dieser Zeit griffen die Moro Piraten immer wieder an um die männlichen Bewohner zu versklaven.

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Foto: theviewingdeck

Wegen dieser ständigen Bedrohung hatte der Dorfhäuptling zwei Beobachter in der Nähe der Küste stationiert. Eines Tages sahen die Beobachter die Moro Piraten kommen. Sie warnten das Dorf mit einem Feuer und dort wurde die grosse Glocke geläutet zur Warnung der Dorfbewohner die sich dann in die Höhle zurückzogen. Die Piraten fanden nur leere Häuser vor, vermuteten aber, dass sich die Bewohner versteckten. Plötzlich sahen sie eine Frau und folgten ihr bis zum Fluss wo sie sie aus den Augen verloren. Sie fanden die Frau nicht aber eine Öffnung in den Felsen, die Luyang Cave.

Sie trauten sich nicht in die dunkle Höhle. Die Moro Piraten fuhren weg und die Dorfbewohner kamen aus der Höhle, wohl bedenked, dass die Piraten zurück kommen würden. Sie sorgten für Lebensmittel und Wasser in der Höhle und sammelten trockene Blätter und Zweige am Höhleneingang. Als die Piraten zurück kamen und an der Höhle erschienen, zündeten sie ein Feuer aus den Blättern und Zweigen an. Unglücklicherweise blies der Südwestwind den Rauch in die Höhle und die Dorfbewohner erstickten.

Besucher der Höhle können die kühle, klamme Luft in der Höhle spüren und sich Gedanken darüber machen, was sich wohl in den anderen Höhlenkammern befindet, vor denen die Bewohner sich fürchten.

Man hat einen Altar in der Höhle erbaut und eine Totenmesse wird jedes Jahr am 28. April in der Höhle gelesen für die armen Seelen und zur Erinnerung an die Binanwahans, die hier gestorben sind.

Die Abenteuerreisenden können am Anblick der kolossalen Stalaktiten, Stalagmiten und Felsformationen innerhalb der Korridore schwelgen . Unter den Decken und an den Wänden hängen unzählige Fledermäuse.

Die alte Radar Station ist einem modernen Doppler Radar in einem neuen Gebäude gewichen um dem staatlichen Wetterbüro eine bessere Sturmwarnung und -vorhersage zu ermöglichen. Die Radarstation befindet sich an den Dorfgrenzen von Bato und Baras auf einem malerischen Hügel mit Blick auf den Pazifik.

Der Maribina Wasserfall ist nach den Barangays Marinawa und Binanwahan in dem Ort Bato benannt. Der Maribina Wasserfall ist am meist besuchte unten den vielen Wasserfällen in Catanduanes. Abgeschieden und relativ unerforscht, lädt der Wasserfall die Wanderer zu einem erfrischenden Bad ein. Kristallklares Wasser fällt über schöne Stromschnellen inmitten einer rustikalen, satt-grünen Vegetation herab.

Die Dororian Falls wurden von der lokalen Verwaltung erschlossen. Der Wasserfall fällt in Kaskaden durch unberührten Pflanzenwuchs mit interessanten wild lebenden Tieren. Die Dororian Falls sind gut zur Einkehr und Wanderungen während der Sommermonate geeignet.

Die Nahulugan (herunterfallen) Falls setzen lokale wie ausländische Besucher mit ihrer geheimnisvollen Art in erstaunen, die mit einer 'banca' (Paddelauslegerboot) vom Puraran Strand im Ort Baras zu den Nahulugan Fällen nach San Pedro, Gigmoto fahren. Eine Legende besagt, dass der Wasserfall seinen Namen bekommen hat von einem Mann und seinem Wasserbüffel, die abstürzten als sie über die Kuppe schritten. Daraufhin begann Wasser in wunderschönen Kaskaden herunterzustürzen; in drei Stufen, dabei spektakuläre Sprühnebel zu kreieren. Umgeben von satter Vegetation und Wäldern haben die Einheimischen diesen Platz zu einem natürlichen Picknickplatz gemacht, dabei dienen grosse Steinplatten aus Fels als natürliche Tische.

Das Wasser ist klar und kühl wegen der grossen Bäume, welche das Sonnenlicht filtern und den Platz nur teilweise ausleuchten kann. Riesenfarne sitzen auf den Ästen und werfen Schatten, geben dem ganzen Bereich eine mystische Ausstrahlung. Ab und an fällt ein beflügelter Samen sich drehend ins Wasser. Besucher sind verlockt zum Wandern oder Trecking durch den umliegenden Wald mit seinem reichen Biotop an Flora und Fauna.

Bevor der Reisende die Insel Catanduanes wieder verlässt, kauft er vielleicht noch ein Abacaprodukt in einem der Handarbeitszentren zur Erinnerung.

Für den Reisenden, der unberührte Natur ohne grosse Touristenansammlungen sucht und am einfachen Leben der Bevölkerung teilhaben kann aber trotzdem nicht auf einer Robinson Insel vom Rest der Welt abgeschlossen sein will, könnte dies die Trauminsel sein.

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Wie kommt man nach Catanduanes?

Schnell und ohne grosse Umstände mit einem Flug von Cebu Pacific, Philippine Airlines oder Zest Air von Manila nach Virac. Die Flugzeit beträgt rund eine Stunde.

Oder für mich mehr 'reisend' auf dem Land- und Seeweg von Manila mit einem Bus nach Legaspi City in rund 10 bis 12 Stunden. Von Legaspi mit einem Jeepney zum Hafen von Tabaco City und von dort mit der Fähre nach Virac.

 

Nun sind alle hungrig geworden vom Lesen und Schauen? Dann gehen wir schnell noch ein paar Krebse für eine leckere Mahlzeit fangen in der Nähe der Mangroven.