PHILIPPINEN REISEN

LANAO DEL NORTE

Die PROVINZ LANAO DEL NORTE auf der Insel Mindanao

 

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Vor der Teilung in die Provinzen Lanao del Norte und Lanao del Sur, war die Region nur als Lanao bekannt.

Nicht wie die Meisten wohl denken werden, die meisten Bewohner der Provinz Lanao del Norte sind Christen aus einer Mischung aus Maranaos und Cebuanos mit etlichen anderen Christen aus den verschiedensten Landesteilen, die hier siedelten wo früher eine Randgruppe der Higaunons im Hinterland von Iligan die Region bewohnte.

In hunderten von Jahren scheiterten die Versuche Lanao und die Maranaos zu unterwerfen. Die Gebiete südlich von Iligan bleiben unerobert trotz Errichtung einer Garnison in der Stadt Marawi. Wie dem auch sei, am 4. Juli 1959 wurde die Provinz endgültig geteilt. Die Provinzhauptstadt ist Tubod seit 1977 und nicht Iligan Stadt.

Während die Provinz Lanao del Norte, zusammen mit dem Rest von Mindanao, sich auseinandersetzen muss mit dem Image von Terrorismus, wenn auch zum grössten Teil ungerechtfertigterweise und die Fakten, dass Lanao del Norte dem furchtlosen Reisenden so viel zu bieten hat, überschattet werden.

Das Wort Lanao kommt von dem Maranaowort 'Ranao', das bedeutet 'Gewässer' und gemeint ist hier wohl der See Lanao.

Von den vielen stattlichen Wasserfällen, zu den erholsamen Küstengebieten bis hin zu schroffen Plateaus und grünen Bergen mit einer reichen Flora und Fauna, pulsiert die Provinz Lanao del Norte mit kultureller Vielfalt von stolzen aber liebenswürdigen Menschen. Eines der vielen Fenster in die Seele des so oft missverstandenen Mindanao.

Die Provinz der Wasserfälle wird Lanao del Norte auch genannt. Alleine die Stadt Iligan hat mehr als 20 Wasserfälle.

Beginnend mit den Maria Christina Falls. Hier stürzen 130 Kubikmeter Wasser in der Sekunde fast 100 Meter in die Tiefe. Die Fälle werden auch zur Stromgewinnung genutzt. Nicht weit entfernt von den Maria Christina Falls befindet sich das Macapagal - Macaraeg Ancestral House.

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Foto: michaelplagcao

Ein weiterer Stolz für die Provinz Lanao del Norte sind die Tinago Falls. Man muss sich den Anblick über eine 300stufige Treppe ersteigen. Die Fälle zeigen vorhangartige Kaskaden die in ein Becken stürzen. Die Tinago Falls sind wie ihr Name sagt (tinago = versteckt), versteckt in einer tiefen Schlucht rund 14 Kilometer von der Stadt Iligan.

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Foto: pinaytravels


 

Weitere Wasserfälle sind die Mimbalut Falls, die Abaga Falls und die Dodiongan Falls. Zwanzig Kilometer ausserhalb der Stadt befindet sich der 12 Meter hohe Hindang Wasserfall mit seinen Höhlengruppierungen mit engen Eingängen und tiefen Räumen.

lanaodelnorte-provinz-001.jpgFoto: ACE RESTON

Ein wunderschöner Wasserfall befindet sich in rund 35 Kilometer Entfernung von der Stadt und ist ein atemberaubender zweiteiliger Fall mit einer Gesamtfallhöhe von 265 Metern und befindet sich in der Nähe der Grenzen von Iligian, Bukidnon und Lanao del Sur. Um den Wasserfall zu erreichen, ist eine zweitägige Wanderung nötig. Es sind die zweithöchsten Wasserfälle in den Philippinen; die höchsten Wasserfälle sind die Aliwagwag Falls in Davao Oriental.

Weitere Wasserfälle in der Provinz Lanao del Norte sind die Pasayanon Falls in Matungao, die Munai Falls in Munai und die Fairy Falls in Linamon.

In Iligan Stadt gibt es ein sehr schönes Quellenresort, das Timoga Springs Resort, auch Buru-un genannt und ist bekannt für sein kristallklares Wasser welches in etliche Schwimmbecken fliesst. Auch in Kalilangan in der Provinzhauptstadt Tubod kann in frischen Quellwasser baden. Wer sein Badewasser heiss bevorzugt findet am Fusse des Mount Karkum in Cabongbongan die Pili Hot and Cold Springs oder in den Inasagan Spring in Salvador, den Kawa-kawa Quellen in Munai.

Zum Baden und Schwimmen eignen sich auch die Seen Pioray und Babuyan in Pantao Ragat. Die drei Seen des Lake Nunungan werden von Fischzüchtern genutzt.

Die Provinz Lanao del Norte hat ihre eigene Version von einem unterirdischen Fluss in einer weit mehr bescheidenen Ausgabe. Der Lidpa Fluss bohrt sich in dem Ort Munai in einen Hügel und fliesst für rund 100 Meter unterirdisch.

Eine Flussfahrt ist auf dem Balo-i Fluss möglich in dem Ort Balo-i.

Die Küsten von Lanao del Norte sind gesprenkelt mit Stränden, vielleicht nicht so populär und so grossartig wie einige bekannte Strände im Land, sie gleichen das aber mit vornehmer Einfachheit aus. Darunter die vielen Strände von Linamon, Lieblingsziele für viele in Lanao del Norte.

Bergliebhaber können den 488 Meter hohen Mount Agad-Agad in Iligan besteigen. Der Berg ist sicher zum Bergsteigen, Zelten und Wandern und ist nur 5,5 Kilometer von der Stadt enfernt. Von der Hauptstrasse geht es über eine Hängebrücke zum Fuss des Berges.

In Nunungan befindet sich noch der Mount Inayawan mit seinem Regenwald. In dem Gebiet wohnen Maranao Siedler.

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Auch Feste feiern kann man hier. Zum Beispiel während des Sagayan Festival, ein Maranaotanz wird aufgeführt während der Araw ng Lanao del Norte Celebration, das ist der Lanao del Norte Tag. Sagayan portraitriert einen Kriegstanz zwischen den Maranos, ergänzt durch Frauen in sehr farbenfrohen Kostümen, die anmutig den Kasiduratan ausführen, wobei ausgeprägte Bewegungen der Arme ausgeführt werden.

In der Gemeinde Bacolod wird jeden 18. Januar und am 23. Januar in Linamon das Hudyaka Festival als Dankfest gefeiert. Dann sind da noch das Saguingan Festival am 17. Oktober in Tubod, das Niyogan Festival am 15. Mai in Magsaysay, das Alimango Festival am 22. März in Lala und das Kokosnuss Festival am 23. Januar in Linamon.

Während der jährlichen Fiesta in der Stadt Iligan, wird der rituelle Tanz Diyandi während des 'Feast of Michael the Archangel', dem Schutzpatron der Stadt, aufgeführt. Der Tanz simuliert den Kampf zwischen dem Heiligen Michael und seinen Feinden Yawa-yawa (übersetzt mit Teufel

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