PHILIPPINEN REISEN

SARANGANI

 

Die Provinz SARANGANI auf der Insel Mindanao

 

Die Provinz Sarangani gehört verwaltungstechnisch zur Region XII und SOCCSKSARGEN. Die Provinzhauptstadt ist die Gemeinde Alabel. Mit einer 230 Kilometer Küstenlinie entlang der Sarangani Bucht und der Celebes See, befindent sich die Provinz Sarangani am südlichsten Ende der Insel Mindanao. Nachbarprovinzen sind im South Cotabato und Davao del Sur im Norden und Davao Occidental im Osten.

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Inmitten der Proinz liegt die eigenständige Stadt mit einem internationalen Flughafen und Seehafen General Santos City. Die Provinz Sarangai ist in zwei Teile geteilt, welche durch die Sarangani Bucht und der Stadt GenSan geteilt wird. Früher einmal gehörte sie zu South Cotabato, bevor sie eine eigenen Provinz wurde in 1992.

Die Insel Sarangai wurde von Ruy Lopez de Villalobos in 1543 in Antonia benannt, zu Ehren von Antonio de Mendoza y Pacherco, welcher Villalobos mit der Expedition zu den Philippinen beauftragte. Die frühen Einwohner waren Eingeborene, die sich "MunTo" nannten. Das bedeutet "erste Menschen".

In 1942 hatten japanische Truppen Southern Cotabato, den Teil der heutigen Provinz Sarangai besetzt. Dann in 1945 haben philippinische Truppen gegen die japanische kaiserliche Armee gekämpft und während der Schlacht von Cotabato am Ende der 2. Weltkrieges wieder befreit.

Am 16. März 1992 wurde durch ein Gesetz die Provinz Sarangani gegründet und von South Cotabato getrennt.


Die Provinz Sarangani besteht aus 7 Gemeinden in zwei Provinzteilen. Im westlichen Teil befinden sich die Orte Kiamba, Maasim und Maitum, während es im östlichen Teil die Provinzhauptstadt Alabel, Glan Malapatan und Malungon sind.

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Die Sarangan Menschen

Sarangans stellen eine enorme kulturelle Vielfalt durch die Blaan, T'boli, Tagakaolo, Kalagan, Manobo, Ubo, moslemischen Stämme und christliche Siedler dar. Sie sind gastfreundlich und fröhlich und tragen so zur Entwicklung der Region bei.

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Die Moslems beruhen auf 7 Gruppen, die Lumads auf 17 und die Übersiedler aus mindensten 20. Die Blaan sind die größte Gruppe der Minderheiten und leben hauptsächlich in den Orten Malapatan, Glan, Alabel, Maasim und Malungon, wovon sich wiederum rund 37 Prozent alleine auf die Bevölkerung von Malapatan beziehen.

Die Maguindanao siedeln in Malapatan, Maitum und Maasim, während die Tboli meist in Maitum, Kiamba und Maasim zu Hause sind. Die Tagakaolos wohnen nur in Malungon.

Cebuano Siedler findet man in Glan und Alabel, die Ilonggos in malungon und die Ilocanos meist in Kiamba und Maitum.


Kultur und Kunst

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Sarangani ist eine der frühesten Wiegen der Zivilisation mit der Entdeckung des vorzeitlichen Menschen und seiner Bestattungskrüge hier. Wer möchte, kann in die Wildnis wandern, zu den abgelegenen Höhlen von Pinol und Ayub. Wer sich die Mühe sparen möchte, geht in das Museum von Maitum und kann sich dort einen Überblick dieser ersten Siedlung hier verschaffen. Die Original Bestattungskrüge befinden sich heute im National Museum.

Aufgrund es schroffen Geländes, ist das Hochland von Sarangani die Domain der eingeborenen Bergvölker, wie der Blaan, Tagakaolo, Tboli, Manobo, Ubo und Kalagan die hier seit Generationen leben.

Die Blaan unterhalten das Lamlifew Tribal Village Museum im Hochland von Malungon. Es ist das Einzige dieser Art in den Philippinen. Es wurde 2007 gegründet und zeigt unter anderem die exotische Kultur der verschachtelten Weberei und die Färbtradition und andere organisch-landwirtschaftliche Praktiken.

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Der kompliziert zu webende Mabal Tabih Stoff der Blaan wird als das Kronenjuwel von Saranganis kultureller Erhaltung angesehen. Gusiye Buan ist zur Zeit der Meisterweber in der Lamlifew School of Living Traditions in Malungon.

Wie gesagt, ist die Provinz Sarangani auch die Heimat einiger moslemischer Stämme. Erwähnt werden müssen sicherlich die Maguindanaoan von Malapatan, die bemerkenswerte Webarbeiten mit den erlesenen "Malong" und "Inaul" Stoffen mit ihren traditionellen Handwebstühlen fertigen. Diese Stoffe haben ihren Weg in alle Welt gefunden. Ein weiteres kulturelles Juwel sind die farbenfreudig dekorierten "ginakit" Boote, welche sie besonders zum Pakaradyan Festival in Paraden zeigen.

Die kulturelle Vielfalt kommt besonders zum alljährlichen MunaTo Festival zum Gründungstag der Provinz zu Tage.
 

 

 

Touristenattraktionen

Der Gumasa Beach befindet sich in dem Hafenort Glan und ist ein langer Streifen von weißem Pudersand mit Palmen und offenem, dahinterliegenden Grasland.

Taucher finden den South Point Dive Spot 200 Meter von der Highway in Maasim. Die Tauchstelle ist mehr als 60 Meter tief und zieht sich über Kilometer hin. Gesehen werden Stingrays, Mantas, Schildkröten, Lippfische, Thunfischschwärme und Barracuda, um ein paar der Arten aufzzählen.

Eine weitere Tauchstelle sind die Kapatan-Lago Dive Spots in Glan. Eine Tauchstelle in der Nähe des Ufers, neben einer Aquakultur für Sergeant Fische.

Die Nalus Wasserfälle befinden sich in weniger als einem Kilometer Entfernung vom Highway in Kiamba. Zu sehen sind riesige Granitfelsen, die sich anbieten für das Bluldering, Rappeling oder Scrambling oder einfach nur zum Anschauen.

In Barangay Pinol der Ortschaft Maitum liegt die Pinol Höhle. Bekannt ist diese auch als Ayub Höhle. Hier wurden im Jahr 1991 archäologische Funde gemacht, die von einer vorzeitlichen Besiedlung zeugen.

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Ein Fledermausschutzgebiet ist in Barangay Pinol, in Maitum zu besuchen. Hier leben Hunderte von Tausenden von Flughunden.

Zu den historischen Sehenswürdigkeiten der Provinz Sarangani geht der Tampat Shrine in Maasim. Es ist die älteste Grabstätte des ehemaligen Sultanats.

Die Liebhaber von alten Häusern werden in der Gemeinde Glan fündig. Häuser aus dem frühen 1900 mit hohen Balkonen, Schutzdächern und breiten hölzernen Treppen sind zu sehen. Einige sind möbiliert mit überwältigenden Kollektionen von antiken und orientalischen Möbeln in den Wohnräumen.

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Auch Malungon hat noch etwas anzubieten, die Kalon-Barak Skyline. Das ist ein eco-kultureller Platz in einer Höhe von rund 230 Metern über dem Meeresspiegel und in etwa vergleichbar mit Tagaytay. Besucher haben einen Ausblick auf den Mount Apo, den Mount Matutum, die Sarangani Bucht und den Davao Golf. Hier leben auch die Tarsier von Sarangani und die drei letzten Bollwerkdörfer der Blaan während der japanischen Besatzungszeit.