PHILIPPINEN REISEN

Erlebnisse in der Maismühle

Erlebnisse in einer Maismühle

 

Ein Verwandter der Familie und Nachbar hatte uns in einer Angelegenheit gute Dienste erwiesen und wir hatten ihm angeboten ihn mit einem Sack voll Maiskörnern zu einer Maismühle zu fahren. Dort sollte der Mais zu verschiedenen Produkten ausgemahlen werden. 

Zu dem Zeitpunkt war auch eine junge Frau aus Münster, mehr oder weniger meiner Heimatstadt in Deutschland, in der Stadt zu Besuch und sie kam uns des Öfteren besuchen. Ich fragte sie kurzfristig ob sie mitkommen wolle. Sie wollte und war am folgenden Morgen bereits früh bei uns.

Der Nachbar kam mit dem Mais zu uns und wir fuhren los. In ein kleines Dorf in den Bergausläufern, das zu der Gemeinde Tagoloan in der Provinz Misamis Oriental gehört. Die Maismühle war schnell gefunden.

Es waren schon etliche Menschen dort mit ihrem Mais. Unser Nachbar ließ seinen Mais wiegen. Als man ihm aber sagte, er wäre erst gegen Nachmittag an der Reihe, entschieden wir uns, es an einer anderen Reismühle unten an der Küstenstraße in einem anderen Ort erneut zu versuchen.

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In einem Land wie den Philippinen, wo das halbe Leben aus Warten besteht, standen und saßen auch hier die Menschen zusammen. Die Männer unterhielten sich über ihr Viezeuch und die Ernte. Die Frauen sprachen über die Kinder und das alles so teuer geworden sei. Eine Frau stillte ihr Kleinkind. Immer wieder war fröhliches Lachen zu hören. Sicher, alle waren guter Dinge. Sie hatten auf ihren kleinen Feldern geerntet. Sie wußten, sie werden zu essen haben, ihre Tiere werden versorgt werden können.

Unterdessen lief die Mühle ununterbrochen und machte dabei einen Heidenlärm.

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 Auf dem Rückweg zur Küstenstraße bemerkte ich auf einem großen, unbebauten Feld lange Plastikplane und ein paar auf dem Gelände verteilt aufgebaute provisorische Hütten und einige Lastkraftwagen. Es erinnter mich an einen angekommen Zirkus, der sein Quartier aufschlägt.

 

 

Neugierig geworden was da los war, hielt ich an und wir gingen uns die Sache näher anschauen. Einige Männer schauten uns abwartend entgegen.

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Nach einem Austausch von guten Morgen Wünschen fragten wir, was sie hier machen würden. Diese Männer gehörten zu verschiedenen Maisfarmen in den im Hintergrund liegenden Bergen von Claveria in der Provinz Misamis Oriental. Es wäre Maisernte. Der Mais habe aber noch einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt um einen guten Preis zu erzielen. Sie wären hier um den Mais an der Sonne zu trocknen bevor sie ihn zu einer der Futtermühlen zum Verkauf fahren könnten. Die gößeren Farmer bringen ihren Mais nicht wie die kleinen Farmer zum Mahlen für den Eigenbedarf.

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 Sie sagten, es wäre nicht einfach den Mais zu trocknen. Die letzten Tage wäre es bewölkt und sogar regnerisch gewesen. Sie würden hier jetzt schon vier Tage kampieren und hätten keine Ahnung wie lange noch.

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