Reisebericht - Mindanao - Bei den Bauern in den Bergen von Balingasag oder Dort wo man warme Limonade trinkt

 

Wir sind gleich nach dem Wachwerden und Frühstück in Talisayan losgefahren.

Unten an der Küstenstraße wollen wir den Multicab stehenlassen. Die Leute, die hier an der Straße wohnen sind Freunde von unseren Kindern und werden ein Auge auf unser Spielzeugauto haben. Jemand vom ihnen ist bereits losgelaufen um eines der Habal-Habal-Motorräder von dort links in der Einfahrt zu holen. Dort ist der Abzweiger in die Berge zu den Bauern in Balingasag. Später wird man mir erzählen, dass die Straße sogar bis Claveria führt und man auch bis nach Gingoog fahren kann. ( Das habe ich schon gemacht und die Fahrt ist hier mit weiteren vielen Bildern beschrieben unter  Mindanao - Nebenstrecke Villanueva - Claveria - Gingoog )

Der Habal-Habal-Fahrer ist da und stellt Überlegungen an, wie er vier Erwachsene, zwei Kinder und einen 50 kg Sack mit Kunstdünger auf dem Motorrad verteilen soll. Nach einigem Palaver kommt man zu dem Schluß, wir holen doch besser noch ein weiteres Habal-Habal hinzu und teilen alles auf. 

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Der zweite Habal-Habal-Fahrer ist auch da und es beginnt erneut ein Palaver über die Aufteilung. Zum Schluß wird es so gemacht, dass die Eltern mit den Kindern auf ein Habal-Habal kommen und wir beide mit dem Sack Kunstdünger auf das andere Motorrad.

Das nächste Palaver geht um die Plazierung des Sackes. Da wir beide (Frauchen und ich), Neulinge im Habal-Habal-Fahren sind, will man auf Nummer sicher gehen. Man besorgt noch einen weiteren Sack für fünf Peso und wird den Kunstdünger aufteilen und am Hinterrad auf beiden Seiten festschnüren.

Beide mit der Kippe vor der Fahrt. Man sagt uns zwar, nachdem der 'grader', das ist ein Straßenhobel den Weg gerichtet hat, sei die Straße nun gut.

Der Fahrer steigt auf. Was mir zu denken gibt ist, dass er sich DREIMAL bekreuzigt und DREIMAL den am Lenker befestigten Rosenkranz berührt.

HIMMEL STEH UNS BEI! 

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Wir fahren. Zuerst auf zementierter Piste so lange es flach ist. Vorbei an Reisfeldern und Fischteichen.

Irgendwann beginnt die Straße anzusteigen und damit ist auch der gute Straßenbelag zu Ende. Das Habal-Habal mit den Kindern und Enkelkindern überholt uns auf der rechten Seite, nachdem wir links angehalten hatten. Hier ist unser Fahrer zu Hause. Er liefert seiner Frau eine Plastiktüte mit einigen Kilogramm Reis ab. Den wird sie nachher kochen, damit etwas zu essen auf dem Tisch ist, wenn er nach langen Fahrten müde Heim kommt.

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Die Straße oder besser der Weg bleibt ja nicht so, wie er hier auf den Bildern aussieht. Von den echt abenteuerlichen Stellen habe ich keine Bilder. Ganz einfach darum, weil ich mich festhalten musste. Teilweise hält der Gegenverkehr an Motorrädern an um die anderen vorbei zu lassen. Dabei fährt jeder für sich, bis der andere genügend Vorsprung hat um bei einem Sturz nicht hineinzufahren und vielleicht drum herum lenken zu können. Es ist reger Habal-Habal Vekehr. Ich sitze auf dem Hinterrad. Das Rad rutscht nach links oder rechts auf den Steinen ab. Unser Fahrer fährt und fährt. Bloß nicht stehenbleiben. Warum? Wenn wir über einen größeren Stein fahren, fliege ich hoch.

 

 

Ich denke, hoffentlich bin ich früh genug wieder auf dem Sitz, bevor das Motorrad weg ist. Oh Mann! 

Es sind 15 Kilometer von der Küstenstraße. Wir bezahlen pro Person 60 Peso und für den Sack, den gleichen Preis wie für eine Person. Die Kinder zahlen die Hälfte. Die Fahrt kostet uns den einfachen Weg zusammen 360 Peso.

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Viele haben hier ihre eigenen Motorräder und immer wieder überholen wir oder wir werden überholt von Motorrädern mit nur zwei Personen oder viel Gepäck.

Wir sind am Ziel.

Da hält man schon mitten auf der Straße und entlädt.

Wir werden auf das Herzlichste empfangen. Viel Gedrücke und Geschnatter - long time no see.

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Man muss mir vom Motorrad helfen. Hahaha! Alles verkrampft. Der Hintern tut weh vom immer wieder Hochfliegen und zurück auf die Stelle zu fallen, wo eine Sitzverlängerung angebracht wurde.

Nachdem ich wieder einigermaßen laufen kann, mache ich noch schnell ein Foto in die Richtung, in die die Straße weiterführt. 

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Von einem Nebenweg kommt ein mit Tragekörben beladenes Pony an. Es ist die Zeit, wo die Marang-Früchte reifen. Die Früchte werden von den weit von der Straße abliegenden Farmen mit Rindern, Wasserbüffeln oder eben diesen kleinen Ponys transportiert.

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Mindanao - Bei den Bauern in Balingasag - 02







 

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